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Vorwort der Herausgeberin

Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe von JoSTrans, dem Journal of Specialised Translation. Die Geburt einer Zeitschrift ist immer ein kollektives Unterfangen. Da es ohne die Zusammenarbeit vieler Individuen nicht geht, möchte ich den Autoren, den Beitragenden, Gutachtern und Redaktionsmitgliedern für ihre Mitarbeit, ihr Engagement und ihr Verständnis danken.

Eine Zeitschrift ist nichts ohne ihre Leser. Eine elektronische Zeitschrift lädt zur Interaktion ein, und wir haben viele Kommentare aus aller Welt erhalten. Solche Beitrage helfen unserer Entwicklung und tragen dazu bei, dass die Zeitschrift von uns allen gemeinsam geprägt wird. Ich bedanke mich herzlich bei denen, die ihre Ansicht mit uns teilten und möchte zu weiterem Meinungsaustausch einladen. Die Idee zu dieser Zeitschrift ist in London entstanden, die Gründungsmitglieder der Redaktion kommen aus Europa: so war es nicht nur anregend, Ideen, Vorschläge und Artikel aus den USA, aus Kanada, Brasilien und China zu erhalten, sondern es hilft uns auch, unsere multikulturelle Identität zu entwickeln und vielfältiger zu werden.

Es ist sehr spannend zu beobachten wie JoSTrans zu dem wird, was ursprünglich intendiert war: Eine Plattform für alle, die auf den Gebieten des Übersetzens und Dolmetschens arbeiten und forschen.

In den vergangenen Monaten sind wir an Grösse und Statur gewachsen, immer mehr Übersetzer und Übersetzungswisssenschaftler sind an der Mitarbeit an der Zeitschrift interessiert. Neue Ideen, die von Autoren und Lesern kommen oder in Redaktionssitzungen entstehen, lassen sich nicht immer sofort umsetzen, meist aus technischen Gründen (Sie haben vielleicht einige der technischen Probleme bemerkt, die wir in der ersten Ausgabe hatten). Geplante neue Aspekte der Zeitschrift sollen sowohl eine Lücke in der Übersetzungsliteratur füllen als auch dem Format des e-Journals entsprechen: der Ort für Kommentare wird deutlicher gemacht, Interviews mit Übersetzern, Lehrern und Forschern werden über Video direkt übertragen. Der Zugang zu Veröffentlichungen, die nicht unbedingt neu sind, aber in der Vergangenheit trotz ihres relevanten Inhalts übersehen wurden (oft weil sie in einer Fremdsprache erschienen sind), wird erleichtert werden.

Eines der Hauptziele von JoSTrans bleibt der Wunsch, Autoren in verschiedenen Sprachen zu Wort kommen zu lassen. Nicht-Muttersprachler des Englischen stehen unter dem Druck, auf Englisch zu schreiben um ein breites Publikum zu erreichen und auf ihrem Gebiet anerkannt zu werden. Diese Zeitschrift ermöglicht es ihnen, in ihrer Sprache zu schreiben und eine englische Übersetzung zu liefern. So werden sie von allen verstanden, können sich aber in ihrer Muttersprache ausdrücken. Das elektronische Zeitalter erlaubt Vielfalt- es liegt an uns, diese Chance wahrzunehmen.