RSS feed

Vorwort der Herausgeberin

Die dritte Ausgabe von Jostrans reflektiert die Entwicklung der Zeitschrift. Sie verleiht sowohl den Praktikern als auch den Theoretikern, die auf dem Gebiet des nicht -literarischen Ubersetzens und Dolmetschens arbeiten, eine Stimme. Sie präsentiert eine breite Palette von Fächern, vom Finanzwesen zu den Naturwissenschaften.

Jostrans will für Studenten, Lehrer, Forscher und Praktiker auf den Gebieten des Übersetzens und Dolmetschens zugänglich sein und zur Kommunikation und zum Gedankenaustausch zwischen diesen Gruppen anregen. Wir stehen noch zu der Entscheidung, das Journal zwei Jahre lang kostenlos anzubieten, überlegen jedoch verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, die die langfristige erfolgreiche Zukunft des Journals garantieren können. Bitte lassen Sie uns Ihre Ansichten dazu wissen. Jostrans wurde anfangs von der London Metropolitan University finanziert und etabliert, es gab in den vergangenen Monaten jedoch zeitweise Probleme mit dem Server. Wir möchten uns für eventuell dadurch entstandene Störungen entschuldigen und danken für ihr Verständnis.

In dieser Ausgabe stehen Multilinguistisches und Multikulturelles im Vordergrund: Interviews und Artikel auf Spanisch und Französisch sowie ein Artikel über kulturelleThemen in den Naturwissenschaften. Zwar erhalten wir lieber Artikel von Autoren, die in Ihrer Muttersprache schreiben, publizieren aber auch englische Texte von Nicht-Muttersprachlern. Obwohl sie zu einem gewissen Grad 'fremd' erscheinen, drücken sie die kulturelle Vielfalt aus, die die Welt des Übersetzens bestimmt. Karl V., der Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation, soll gesagt haben:

Ich spreche mit Gott spanisch, mit den Frauen italienisch, mit den Männern französisch und deutsch mit meinem Pferd.

Die Entwicklung einer Lingua Franca schien damals anderen Sprachen und Kulturen nicht unbedingt abträglich zu sein und kann auch heute die kulturelle Vielfalt fördern.