RSS feed

Vorwort der Herausgeberin

Jostrans begeht seinen zweiten Geburtstag mit der vierten Ausgabe, die sich auf zwei Themen konzentriert: Technisches/technologisches und audiovisuelles Übersetzen.

Mit der Entwicklung der Zeitschrift entwickeln und verstärken sich ihre drei verschiedenen Ansätze: der elektronische, der multilingual/multikulturelle und der integrative.

Jostrans ist als elektronische Zeitschrift geplant. Das heiβt, sie ist in ihrem Umfang nicht so begrenzt wie es eine gedruckte Zeitschrift wäre. Dies öffnet Möglichkeiten im Hinblick auf die Publikation von Texten in Fremdsprachen, sowie auf Veröffentlichungen, die nicht hauptsächlich an die Übersetzer im Allgemeinen gerichtet sind, sondern die Bedürfnisse kleinerer Gruppen ansprechen. Die elektronischen Medien ermöglichen auch, daβ Texte ihre Zielgruppe schnell und auf verschiedenartige Weise erreichen. Interaktiver Austausch in Form von online- Diskussionsgruppen, Bulletins, Chats und andere elektronische Foren sind ausnehmend erfolgreich und werden von professionellen Organisationen oder von Übersetzungsfirmen weitgehend unterstützt. Andere Hilfsmittel, wie zum Beispiel gestreamte Interviews mit Spezialisten auf dem Gebiet der Ubersetzung sind nicht so einfach zugänglich. Diese Ausgabe ermöglicht Ihnen, drei erfolgreich auf dem Gebiet des audiovisuellen Ubersetzens tätige Spezialisten kennenzulernen. Wir hoffen, daβ Sie die Interviews interessant finden.

Eine unserer Prioritäten ist es, der groβ en Vielfalt von Sprachen und Kulturen eine Stimme zu verleihen. Dieser multilinguale/multikulturelle Auftrag, der durch die Elektronik erleichtert wird, muβ noch weiterentwickelt werden. Wir würden mehr Beiträge aus anderen Ländern begrüßen, zum Beispiel aus Ost- oder Mitteleuropa, wo Übersetzen und Dolmetschen seit langem als wichtige Gebiete anerkannt und diskutiert werden. In dieser Ausgabe haben wir Beiträge aus Australien, Kanada, Spanien, Schweden und Groβbritannien.

Der dritte Teil unseres Ansatzes ist die Vision einer integrativen Übersetzung. Dafür stehen unsere Ansichten zum nicht-literarischen Übersetzen und unser Wunsch, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Fachleute auf den Gebieten des Übersetzens und Dolmetschens, ob Theoretiker oder Praktiker tragen zur Völkerverständigung auf der Welt bei. Wir glauben, diesen Trend fördern zu können.