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Vorwort der Herausgeberin

Herzlich willkommen zur sechsten Ausgabe von JoSTrans mit seinem neuen Design. Wir hoffen, Sie finden es klarer, heller und besser geignet für den immer grösser werdenden  Umfang der Zeitschrift. Nicht nur, was das Äußere angeht, auch inhaltlich ist dies eine besondere Ausgabe. Sie ist ganz dem audiovisuellen Übersetzen gewidmet. Obwohl JoSTrans grundsätzlich nur lose nach Themen organisiert bleibt, um die Flexibilität und Geschwindigkeit, die eine elektronische Publikation bietet, beizubehalten, hielten wir es ausnahmsweise für gerechtfertigt, der audiovisuellen Übersetzung eine ganze Ausgabe zu widmen, da sich dieser Bereich besonders schnell und interessant entwickelt.

Die Beiträge zeigen die Schwierigkeiten und Chancen, die sich  Medienübersetzern stellen und bieten, die eine Reihe von Übertragungsmethoden wie  Synchronisation, Voice Over oder Untertitel benutzen und in verschiedenen Bereichen  arbeiten, wie beispielsweise Film, Fernsehen, Internet oder DVD. Technische und interkulturelle Probleme werden hier von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die Herausforderungen, die sich Medienübersetzern stellen, wenn sie mit dem Transfer von Slang, Liedertexten und Fachsprache konfrontiert sind, werden besonders berücksichtigt.

Der besondere Wunsch der Zeitschrift, als Diskussionsforum für Studenten, Universitätslehrer, Praktiker und Entscheidungsträger in ihrem Fachbereich zu dienen, wird in dieser Ausgabe wieder offenbar, insbesondere in den Interviews mit etablierten Fachleuten, die spontane und praktische Informationen liefern. Thomas Blomberg diskutiert Probleme, die Institutionen wie die BBC hinsichtlich der Sprachdienste haben, Federico Spoletti beantwortet  Fragen zur Marktsituation des Untertitelns für Filmfestspiele während Frederic Chaume sich zu neuen Entwicklungen im Bereich der Synchronisation äussert.

Diese Ausgabe unterscheidet sich von den vorhergegangenen auch dadurch, da alle Artikel und Interviews in englischer Sprache abgefasst sind. Wie das Vorwort zeigt, bedeutet dies keinen Richtungswechsel, wir haben immer noch die Absicht, Artikel und gestreamte Interviews in verschiedenen Sprachen zu veröffentlichen. In diesem Fall wurde die nötige Koordination zwischen verschiedenen Redakteuren jedoch zweifelsohne durch den Gebrauch einer Lingua Franca erleichtert.

Zum ersten Mal haben wir Gastredakteure, deren Fachwissen es uns ermöglicht, die wichtigsten und neuesten Artikel zu speziellen Themen anzubieten. In dieser Ausgabe haben Jorge Dias Cintas, Pilar Orero und Aline Remael, allesamt bekannte Wissenschaftler im Bereich der Medienübersetzung, die vorliegenden Artikel ausgewählt und ediert. Es freut mich ganz besonders, ihnen für ihre Mitarbeit und ihr Engagement zu danken und ihnen jetzt die Einführung zum Inhalt ihrer Auswahl zu überlassen.  
(trans. Liselotte Brodbeck)